Selbst ein Anfang sein!

Kennst du das? Seit einiger Zeit beschäftige ich mich nun schon mit dem Gedanken einen Blog zu schreiben. Mittlerweile ist die Themenvielfalt und das Angebot derart rapide gestiegen, dass ich immer wieder auf Blogs bzw. deren Autorinnen stoße (meistens sind es Frauen), die genau über die Themen schreiben, die auch mir im Herzen brennen.

„Gibt´s ja schon. Diese Person macht das so toll, was könnt ich da schon ergänzen?“, geht mir dann durch den Kopf. Oder schlimmer: „Wenn die Person das schon so schreibt und sie entdeckt zufällig mal meinen Blog, dann denkt sie sicher, ich hätte ihr das nachgemacht!“ Oder: „Diese Person hat aber zusätzlich diese oder jene Expertenausbildung und ich nicht, darf ich dann überhaupt über solche Themen schreiben?“

Wenn ich dann oft entmutigt meinen Laptop zuklappe denke ich mir: „Why? What the f***k? Was tu ich da eigentlich mit mir?“

Mangeldenken & Wettbewerb

In solchen Momenten verfalle ich in ein altes Muster (das wohl noch aus meiner Schul- und Studienzeit stammt) und konzentriere mich darauf, was andere Menschen machen, vergleiche es mit mir und dem, was ich „zu bieten habe“ und analysiere, was die anderen besser machen, worin sie mir überlegen sind. Dieses Verhalten wird auch „Mangeldenken“ genannt. Eine tolle Methode in der Wirtschaft, um eine Nische zu finden, sich zu positionieren und sich von den Mitbewerbern am Markt abzugrenzen. Doch was passiert, wenn es um mich, um meine Person, meine Gedanken und Herzenswünsche geht? Was tut dieses Denken dann mit mir?

Ich werte mich selbst ab, indem ich mich auf meine Schwächen konzentriere, anstatt auf meine Stärken. Gleichzeitig lass ich mich ablenken, vor allem von den Personen, die sich scheinbar mit den gleichen Themen beschäftigen wie ich – und eigentlich nervt das ziemlich, denn ich liebe das Netzwerken und glaube daran, dass Communities eine immense Kraft geben können. In meinem Innersten weiß ich ganz genau, dass mein Blog toll wird, weil er mich repräsentiert. Meine Gedanken heute sind der Bruchteil einer Verkettung von Umständen, die einzigartig sind! Jede noch so kleine Handlung im Laufe meines bisherigen 34jährigen Lebens zeigt nun seine Wirkung. Ist das nicht großartig? Let´s be honest…

Spiel mal Yogi & love yourself!

In Wahrheit liegt alles in deiner Hand. Deshalb liebe ich seit fast 15 Jahren Yoga so sehr, denn in der Yogapraxis übst du, an dir selbst zu arbeiten. Die Yogaphilosophie lehrt dich, dass alles, das gesamte Universum, all deine Sehnsüchte, deine Wünsche und Träume, deine Ängste und Sorgen schon IN dir vohanden sind. Du kannst „selbst ein Anfang sein“, wie auch der Titel von Dirk Grossers neuestem Buch so treffend formuliert.

Ich habe „Zwischen den Jahren“ an einem Online-Meditations-Retreat einer ganz wunderbaren Frau teilgenommen. Zwölf Tage und Nächte habe ich mich damit beschäftigt Altes loszulassen, mich selbst anzunehmen, meine Mitte zu finden und dabei geräuchert, was das Zeug hält. Es war mein Weihnachtsgeschenk an mich, denn ich wollte diese Zeit für mich selbst nehmen um mich neu auszurichten und mich auch beruflich frei und selbstbestimmt zu fühlen.

Täglich gönnte ich mir abends, wenn meine Kinder schliefen, im Bett eine gute Stunde, in der ich in die Energie und Themen des jeweiligen Tages hineinspürte und Tagebuch führte. Ich habe intensiv geübt in mein Herz hineinzuspüren und meine Träume, Sehnsüchte und Kontrolle loszulassen. In der letzten Nacht schloss ich Frieden mit meinem inneren Kind und sandte den Wunsch ins Universum das Jahr 2017 zu nutzen um meinem Herzenswunsch zu folgen und endlich eine Tätigkeit auszuüben, die mich erfüllt.

„Ein freies und selbstbestimmtes Leben zu führen muss auch mal an den Hörnern gepackt werden“, dachte ich mir. Wie du siehst, hab ich wirklich tatkräftig begonnen mich von innen heraus für mein Vorhaben zu stärken

Und dennoch! – Trotz intensiver Vorbereitung waren die letzten Tage geprägt von diesem Mangeldenken und Selbstzweifel. Beinahe hätt ich mein Vorhaben einen Blog zu schreiben über den Haufen geworfen.

„Erfolg hat drei Buchstaben: TUN!“  (Goethe)

Wie du siehst, ist soeben mein erster Blogartikel entstanden. Mein kleiner „Bär“ liegt friedvoll schlafend neben mir.  Ich hab´s einfach getan! Einfach getippt!!!

Nach so langer Recherche und hin- und herüberlegen was, wo, wie und warum überhaupt??? – Bähmm!!!

Kennst du das?… Wenn ich das kann, kannst DU das auch!

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